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Gluecksklee

Die Weihnachtszeit wird immer wieder für dubiose Geschäfte genutzt. Die Tage habe ich eine Werbung von Glücksklee in meinem Briefkasten gefunden. Jetzt habe ich schon „bitte keine Werbung“ drauf stehen, aber das scheint wohl keinen der ANALphabeten von Austrägern zu interessieren.

Derart dümmlich dick aufgetragene Schmalzsprüche schreien schon nach Abzocke. Auf dem gelben hässlichen A5-Zettelsteht in „romantischer“ Handschrift (warscheinlich Comic Sans MS) „Hier finden Sie Singles, Frauen und Männern, die Sie kennen lernen möchten“. Erstens möchte ich niemanden kennen lernen und selbst wenn, dann sicher nicht bei einer kleinen Möchtegern-Partnervermittlung (natürlich mit jahrelanger Erfahrung), denn dann kann ich es auch grad ganz sein lassen.

Und nein „Liebe ist nicht das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt!!!“. Husten und Schnupfen tun es auch! Der Spruch ist daher nicht heeerzig, sondern einfach nur billig!

Auf der einen Seite ein Formular abgedruckt mit gewünschten Angaben zu: Vorname, Name, Str.Nr., PLZ, Ort, Tel.:, ereichbar:, und Alter:. Ziemlich viele Infos dafür das man dann nur sieht: „Sende diesen Flyer an: Elke Friedrich, Nordstr. 260, 8037 Zürich“ Natürlich keine Telefonnummer (weil kein Geld für einen Telefonservice). Nicht mal Platz für eine Briefmarke ist auf dem Zettel. Hausgemachter geht es nun wirklich nicht. Lediglich der Hinweis per „PS: Sollten Sie in einer Beiehung sein, dann geben Sie diesen Flyer bitte jemanden, der alleine ist. DANKE :-)“ Nein, Danke! So viele Feinde habe ich dann doch nicht, die in Frage kämen 🙁

Aber die grossen WWW-Angabe der Internetseite: www.glueckklee.ch dürfen natürlich nicht fehlen!

Auf deren Internetseite dann das volle Paket. ein fettes chinesiches Schriftzeichen! Von 18-80 kann hier jeder was zum poppen finden. Von asoziale Anmachsprüchen Sprüche: wie „Alles kann, nichts muss“ bekomme ich lediglich einen Würgreiz, aber keine Lust auf Sex oder gar eine Partnerschaft. Ich habe mich dann doch getraut der lieben Elke eine Laudatio zu schreiben (per Form, eMail gibt es natürlich auch keine) und ihr zu sagen das ich auf ihr billiges Angebot leider nicht eingehen kann und ich es schade finde das es immer noch so Leute gibt wie sie.

Die liebe Elke, seines Zeichens eine arrogante deutsche Tussi, hat sich dann doch tatsächlich in ihrer Ehre heruasgefordert gefühlt und mich angerufen und gefragt was denn so verwerfliches daran wäre gegen dieses gelbe Infozettelchen. Meiner Meinung nach ist es Werbung und keine Info! Auch wenn dann die liebe Elke meinte das es alles rechtlich absolut abgesichert sei. Was ich ihr gerne glaube, denn so Leute sind immer rechtlich abgesichert! Nach vergeblichem ekelhaft billigem Versuch mich verkäuferisch einzulullen das ich doch bei ihr vorbei kommen solle, sagte ich zu ihr das ich kein Interesse an ihrer langjährigen Erfahrung hätte und auch ihre Internetseite keinen Hauch von Erfahrung hätte. Weder technisch noch inhaltlich. Sie meinte daraufhin gleich das dafür ihr Chef zuständig sei und sie damit überhaupt nichts zu tun hätte. Komischer Weise steht sie als Chefin auf ihrer Glückklee-Seite.

Ja nu…da stimmt einiges nicht bei der. Mir war es dann zu blöd und ausserdem kam meine Tram, also legte ich auf. Am Freitag kam dann eine SMS von der Glücklee-Tussi in dem sie mir ein schönes Wochenende wünschte. Ich dachte nur: Die hat es immer noch nicht kapiert, so aufdringlich wie die ist.

Ich stehe ja sonst nicht auf schlägele, aber von sowas dummdreistes bekomm ich nen Puls. Ich kann mich ja noch wehren, aber eine ältere Person die wirklich alleine ist, lässt sich wo möglich noch auf sowas ein. In der Kuschelzeit vor Weihnachten. Na frohe Weihnachten 🙁

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