Autovermietung

Wer ab und an mit einem Leihwagen unterwegs ist, kennt die eine oder andere Autovermietung. In der Regel bleibt man dann aber bei einer, alleine schon wegen den Konditionen; die Unterschiede kennt man dann natürlich nicht.
Hier mal meine Einschätzung der Autovermietungen und Tipps zur Fahrzeugmiete.

Tipp 1: Kautionshöhe beachten
Wenn man ein Fahrzeug mietet wird 1. der Preis für das ausleihen bezahlt und 2. zusätzlich einen Betrag als Kaution auf der Kreditkarte reserviert. Die Kaution richtet sich in der Regel nach dem Leihwagenpreis und ist meist das doppelte des Leihwagenmietpreises oder 100-500EURO. Sollte zb der Leihwagen nicht wieder vollgetankt zurück gegeben werden, kann die Station unkompliziert das tanken abziehen. Was allerdings dann auch um einiges teuerer ist, als wenn man bei der Abgabe selbst dafür sorgt das der Wagen wieder vollgetankt zurück kommt.

Sixt verlangt aber prinzipiell, vor allem bei höherwertigen Fahrzeugen (die eher kurzfristig verfügbar sind) eine Mindestkaution von 2.600EURO, was ich schon ziemlich unverschämt finde.

Tipp 2: Vollkasko ohne Selbstbeteiligung
Grundsätzlich wird per Kreditkarte bezahlt und dann sollte man wissen, das es in der Regel auch eine besondere Zusatzversicherung durch die Karte gibt.
Man kann sich also meist den Mindestbehalt im Schadensfall sparen, da über die Kreditkarte quasi eine Vollkasko ohne Selbstbehalt enthalten ist und sollte daher auch bei Vertragsabschuluss nicht als Gebühr berechnet werden.
Sagt aber natürlich einem keiner der Autovermietungen, daher einfach mal bei der Kreditkarte anrufen und nachfragen.

Tipp 3: Ausserhalb günstiger buchen
Bestimmte Station sind – innerhalb der gleichen Autovermietungsfirma – teuerer als andere. Öffentlich leichter erreichbare Station wie Bahnhöfe oder Flughäfen sind daher teuerer, als eine Station die irgendwo in der Stadt oder gar ausserhalb liegt.

Tipp 4: Internet – unbrauchbar
Über das Internet zu buchen ist zwar sehr praktisch, aber um einges teuerer und die Tarif-Berechnungen sind oft falsch. Also lieber bei der Station direkt anrufen und buchen – was auch für die Zusicherung der Verfügbarkeit des gewünschten Fahrzeuges sicherer ist.

Tipp 5: Rückführungsgebühr entfällt
Möchte man einen Wagen in einer Stadt zb München abholen und in einer anderen Stadt zb Zürich wieder abgeben, wird eine Rückführungsgebühr erhoben.
Genau die fällt aber weg, wenn man an Flughäfen oder Bahnhöfen bucht, weil es dort naturgemäss eine höhere Wahrscheinlichkeit hat, dass jemand das gleich Problem hat und in München ein Fahrzeug steht was in Zürich gelistet ist. Die Autovermietung ist dann froh, wenn jemand das Fahrzeug quasi kostenlos für sie zurück fährt.
Buchen sollte man sein Fahrzeug natürlich direkt dort, wo man es abholen möchte. Nicht nur in der Stadt, sondern auch genau bei der Station.

Tipp 6: interne Vermittlung
Ist mal eine Autovermietung in Ferienzeiten etc telefonisch etwas überlastet und schlecht erreichbar, kann man sich über die Zentrale – meist Hamburg – über eine interne Nummer zur gewünschten Station zb München verbinden lassen. Der Vorteil dabei ist, dass man die Station auch erreicht von der man sein Fahrzeug abholen möchte, denn nur die können verlässliche Auskunft darüber geben, ob das Fahrzeug wirklich verfügbar ist. Im schlimmsten Fall steht man dann nämlich ohne Fahrzeug dar, selbst wenn es schriftlich bestädigt wurde, denn die zentrale Vermittlung keiner der genannten Autovermietungen kennt den tatsächlichen Bestand der Fahrzeuge in den Stationen. (EDV-Marktlücke?)

Tipp 7: Member Card
Im Gegensatz zu anderen meist sinnlosen Zusatzkarten, die einem nur den Geldbeutel aufblähen, lohnt es sich als “preferred Member” oder ähnliches sich bei den Autovermietungen anzumelden.
Die Leihgebühren sind dann etwas günstiger und auch das abholen (kein Anstehen in der Schlange) und bringen des Fahrzeugs (kein Ablesen des Tachostandes) wesentlich einfacher und schneller. Das hört sich jetzt nicht sonderlich an, wenn man aber mal sein Fahrzeug bei einer Station abgegeben hat, die ihren Parkplatz ca. 200 Meter weiter hat, kann das bei fettem Regen schon ziemlich ärgerlich sein.

Tipp 8: Arbeitgeber – Sonderkonditionen
Oft hat der eigene Arbeitgeber, gerade bei grösseren Firmen, bereits einen Vertrag mit der einen oder anderen Autoverleihfirma mit entsprechenen Sonderkonditionen.
Meist steht es zwar gleich im Arbeitsvertrag drin, aber lieber nochmals beim Personalbüro nachfragen, denn evtl. gab es ja bei Arbeitsvertragsabschluss noch keinen Vertrag mit einer Autovermietung. Ausserdem könnte es sein, das ja der Arbeitgeber, “aufgrund der regen Nachfrage” seiner Mitarbeiter, dann einen solchen Vertrag mit einer Autovermietung abschliesst? Also bei Bedarf dann einfach mal seinen Vorgesetzten oder gleich bei der Geschäftsleitung danach fragen.
Mietet man allerdings öfter einen Wagen, so sollte man sich unbedingt eine MemberCard anschaffen, denn damit hast Du in der Regel fast die gleichen Konditionen und die gehören dann Dir und nicht der Firma, die Du ja unter Umständen mal wechseln könntest.

Tipp 9: früh abholen
Unabhängig ob man ein Fahrzeug nur für einen Tag leiht oder nicht, aber speziell dann ist es sinnvoll sein Fahrzeug so früh wie möglich an der gewünschten Station abzuholen. Zumind. wenn man eine bestimmte Marke haben möchte, denn gebucht wird immer nur eine Kategorie und kein bestimmtes Fahrzeugmodell. Wenn man also lieber einen Audi leiht, als BMW oder Mercedes, dann lohnt es sich sein Fahrzeug früh abzuholen, da dann die Auswahl an Fahrzeugen in der gewünschten Kategorie entsprechend grösser ist. Und wer sich schon mal mit den Navigationssystem der verschiedenen Fahrzeughersteller (oder Bluetooth-Adapter) herumgeschlagen hat, weiss es zu schätzen. Ein fünfer BMW hat zb keinen Getränkehalter, was bei einer Fahrt von knapp 3 Stunden notwendig ist. Bei Mercedes gibt es einen funktionieren Bluetooth-Adapter. Audi hat als einziger Allrad; naja meist und das sollte man dann auch gleich beim buchen dazusagen.

Tipp 10: Winterreifen sparen
Da fällt mir gerade ein, dass es auch günstiger ist einen Audi zu reservieren, denn der hat auf Wunsch kostenlos Allrad und man braucht keine Winterreifen extra für X-EURO pro Tag zu buchen. Ist ein anderes “Muss-Winterreifen-Haben”-Gesetz in Deutschland, als im Vergleich zur Schweiz und Österreich.

Sixt  Ich finde Sixt etwas arrogant, recht professionell aber auch sehr teuer, vor allem was die Kaution betrifft.

EUROPCAR  Die Jungs von EUROPCAR sind guter Durchschnitt. Kompetent schnell und verlässlich.

AVIS AVIS ist zwar relativ günstig in der Fahrzeug-Miete, aber recht unbürokratisch was die Abwicklung betrifft. Hat seine Vor- und Nachteile 😉

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